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Reisetermin: 19.06.- 02.07.2010
Teilnehmerzahl: 4-10

Blick auf das Tergi-Tal bei Kazbegi
Der Kaukasus ist für seinen Pflanzenreichtum bekannt, wobei der Mitteleuropäer zunächst an die Bergwelt des Großen Kaukasus denkt. Jedoch rechnet man auch sein Vorland, den südlich gelegenen mittelgebirgsartigen Höhenzug des Kleinen Kaukasus und dessen Hochflächen sowie die dazwischen liegende weite Ebene, die Südkaukasische Senke, mit der Kura als Hauptfluß
und weitere Gebiete dazu. Große Teile davon liegen auf dem Gebiet der Republik Georgien. Der Kaukasus selbst ist eine Klimascheide zwischen dem nördlichen außertropischen und dem südlichen subtropischen Klima. Der nord-südlich verlaufende Höhenzug bei Surami trennt das immerfeuchte Einzugsgebiet der Rioni-Niederung von dem der sommertrockenen
Kura-Niederung. Der häufig wechselnde geologische Untergrund, die Höhenstufe und in enger Verbindung damit die jährliche Niederschlagsmenge bilden die Voraussetzung für eine sehr reichhaltige Pflanzenwelt. Für den gesamten Kaukasus werden 6530 Arten von Blütenpflanzen genannt, davon sind 1600 Endemiten, z. T. als tertiäre Reliktflora. In Georgien gibt es etwa 4200 Blütenpflanzenarten. Der größte Teil dieser Arten ist im Gebirge verbreitet und an die bekannten charakteristischen Vegetations-Höhenstufen gebunden. Beispielsweise wurden in Georgien 20 Orchideen-Gattungen mit 51 Arten nachgewiesen. Seit etwa 200 Jahren wird die Flora des Kaukasus von namhaften Botanikern erforscht.
Die Reise führt in 4 Gebiete Georgiens mit charakteristischer
Flora:
In die Steppenlandschaft südöstlich von Tbilissi
In die Bergwelt des Großen Kaukasus
In die Berge des Kleinen Kaukasus und auf die Georgisch-Armenische Hochebene auf über 2000 m Meereshöhe und
In die Kolchis, die subtropische Vegetationszone am Schwarzen Meer
Eine botanische Kurzcharakteristik der Wandergebiete finden Sie hier.
Federgras-Bestände (Stipa spec.) in der Steppe östlich
von Tiblissi, Juni 2006
In Begleitung von Mitarbeitern des Botanischen Instituts
der Georgischen Akademie der Wissenschaften in Tbilissi wird den reizvollen
botanischen Besonderheiten bei Wanderungen in diesen Gebieten und unterwegs
bei den Touren nachgespürt.
Erleben Sie die Freude an der Vielgestaltigkeit der unterschiedlichsten Pflanzengesellschaften
und beim Entdecken besonders schöner Blüten, Pflanzen und Fotomotive. Eindrucksvolle Landschaften werden Sie begeistern. Sie werden georgische Menschen, ihre Geselligkeit und ihre Lebensweise ebenso wie wichtige Kulturdenkmale kennen lernen können.

Gelber Rhododendron (Rhododendron luteum Sweet) an der Georgischen Heerstraße,
Juni 2006
Die Reise erfolgt in einem Kleinbus. Zur Unterbringung sind
Privatquartiere, einfache Hotels und nach Möglichkeit die Außenstellen des Botanischen Institutes vorgesehen. Die Wanderungen beginnen in der Regel mit einer Anfahrt per Bus und führen über leichte und mittelschwere Wege zu den Biotopen. Bei den Almwanderungen kann je nach Neigung und Leistungsvermögen bis in die subnivale Vegetationsstufe vorgedrungen oder unterwegs verweilt werden. In der Regel sind Hin- und Rückweg gleich.
Als Mindestausrüstung benötigen Sie Kleidung für warme, kalte oder nasse Tage, einen Anorak und feste Schuhe, einen Hut, eine Sonnenbrille und Sonnenschutzcreme. Zelt und Schlafsack sind nicht notwendig. Die An- und Abreise bis/von Tbilissi ist im Reiseumfang nicht enthalten. Sie werden vom Flugplatz Tbilissi abgeholt.

Das Bergdorf Dshuta im Großen Kaukasus
Reiseleitung:
- Verantwortliche Betreuung und Organisation: Hans Heiner Buhr
- Fachliche Betreuung: Dipl.-Biol. Dr. Hans Buhr (Cecidologe)
- Georgische Botaniker: Gregori Deisadze, Kand. d. Wiss. Nukri Sikharulidze
Reiseprogramm:
Tag 1: Anreise, Quartier, Stadtrundgang Tbilissi, Begrüssungsessen im Restaurant Zveli Sakhli, Übernachtung in Tbilissi
Tag 2: Besuch des Botanischen Instituts, des Herbariums und des Botanischen Gartens der Georgischen Akademie der Wissenschaften, Übernachtung in Tbilissi
Tag 3: Fahrt (ca. 70 km) in die Steppe östlich von Tbilissi und zu den Salzwiesen bei Udabno, Besuch des Klosters und der Felsenkammern David Garedschi, Übernachtung
in Tbilissi
Tag 4: Fahrt (ca. 140 km) auf der Georgischen Heerstraße in den Großen
Kaukasus nach Kazbegi mit Stops am Kloster Ananuri, am
Freundschaftsdenkmal, Kreuzpass, Travertin-Ablagerung und an botanisch interessanten
Biotopen, Übernachtung in Kazbegi
Tag 5: Kurze Fahrt zum Ort Gergeti und Aufstieg zur Kirche Zminda Sameba,
Wanderung über die Almen bis in den subnivalen Vegetationsbereich und eventuell bis zum Gergeti-Gletscher (10 km), Übernachtung
in Kazbegi
Tag 6: Kurze Fahrt zur Darial-Schlucht (Grenzübergang) und zum Gveleti –Tal. Wanderung zur Hochstaudenflora und zum Schneeloch. Kurze Fahrt nach Gergeti zu den linksseitigen Uferwiesen und einem Berghang beim Fluss Tergi, Übernachtung
in Kazbegi
Tag 7: Fahrt durch das Sno – Tal bis zum Bergdorf Dshuta (ca. 15 km, 2250m) mit Stops an interessanten Biotopen, Erfrischung bei der chewsurischen Bauernfamilie Jago Arabuli, Wanderung über die Almen beim Chaukhi- Massiv, Übernachtung
in Kazbegi
Tag 8: Kurze Fahrt über Sioni (alte Kirche!) nach Almasiani und ins Truso-Tal, Wanderung (ca. 7 km) im Truso-Tal am Oberlauf des Flusses Tergi mit spektakulären Kliffs und subalpinem Bewuchs, Rückfahrt nach Tbilissi, Übernachtung
in Tbilissi
Tag 9: Fahrt in den Kleinen Kaukasus nach Bakuriani (ca. 150 km) mit Stops
an botanisch interessanten Stellen, Beginn des Borjomi-Tales, Informationszentrum
des Borjomi-Kharagauli-Nationalpar
Tag 10: Besichtigung des Alpinen Botanischen Gartens in Bakuriani und ein
Blick in den Wald bei der Station (Goodyera repens), Fahrt (ca. 15 km) auf
die Georgisch-Armenische Hochebene beim Tabatskuri-See mit Stops an interessanten
Biotopen, Übernachtung in Bakuriani
Tag 11: Fahrt nach Batumi am Schwarzen Meer durch den Kleinen Kaukasus und über die Hauptstadt der Kolchis, Kutaisi, Besichtigung der historischen Akademie in Gelati aus dem 11. Jahrhundert, Übernachtung
im Hotel Batumi
Symphytum ssp. mit dem Pinselkäfer Trichius fasciatus
Tag 12: Besichtigung des Botanischen Gartens von Batumi und des Zitrus-Gartens bei Tsikhi-Dsiri, Übernachtung in Batumi
Tag 13: Rückfahrt nach Tbilissi, Besuch der Kirche in Ubnisi, Übernachtung in Tbilissi
Tag 14: Tag zur freien Verfügung oder Besteigung eines Berghanges am Stadtrand von Tbilissi mit u.a. Ephedra procera, Stipa ssp. ,
Besichtigung der Kirche Zvetizchoweli in Mzcheta, der bedeutendsten Kirche Georgiens, Übernachtung in Tbilissi.
Tag 15: Transfer zum Flughafen, Abreise nach Deutschland.
Leistungen
Fachliche Vorbereitung, Betreuung und Organisation
Führungen, Begleitung, Transporte, deutschsprachige Reiseleitung
Alle Übernachtungen, Eintrittsgelder
Tbilissi: Gästewohnung
Kazbegi: Gästehaus
Bakuriani: Gästehaus
Batumi: Hotel
Halbpension, Frühstück und ein reichhaltiges warmes Abendessen
Reisepreis EUR 1500.00 an/ab Tbilissi
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Landschaft am Tabatskuri-See im Kleinen Kaukasus