Reiten in Georgien

Reiten am Ende der Welt in den unberührten Steppen und Bergregionen des Nationalparks Vashlovani – hier können Sie nach Herzenlust galoppieren und mit den tuschetischen Schäfern und ihren Tieren Freundschaft schließen.

Der Vashlovani Nationalpark wurde 1935 von den georgischen Biologen Niko Ketskhoveli und Vasil Gulisashvili gegründet. Das streng geschütze Gebiet umfasst 84 Quadratkilometer und der darum liegende landwirtschaftlich nutzbare Bereich beträgt 251 Quadratkilometer.

Rollende Hügel, Schwarzerde-Äcker, afrikaähnliche Savannen und die uralten wilden Pistazienbäume prägen vor dem Hintergrund der Viertausender des Kaukasus die typischen Landschaften des Nationalparks Vashlovani. Nimmt man dazu den Mix aus trockenen Steppen- und Halbwüsten mit tiefen Schilfgürteln und Sumpfgebieten an den Mäandern der Flüsse Iori und Alasani so versteht man den Wunsch, diesen einmaligen artenreichen Lebensraum an den Ausläufern des Südkaukasus durch einen Nationalpark zu schützen. Trockene und feuchte Biotope bieten für Tiere und Pflanzen einen besonders attraktiven Lebensraum mit einer breiten Nahrungsgrundlage an Pflanzen und Insekten. So kann man hier im Frühjahr viele seltene Krokusse und Orchideen sehen, wilde Granatapfelbäume, Wacholderwälder und Tiere wie Stachelschweine, Streifenhyänen, Rohrkatzen, Wölfe und Gazellen. Selbst eine Population von etwa 20 – 30 Exemplaren der kleineren Unterart des hellen „Syrischen Braunbären“ lebt hier und 2007 und 2008 wurde hier auch der Persische Leopard fotografiert.

Eine weitere Besonderheit von Vashlovani ( georgisch: „Apfelgarten“) ist, dass sich hier streng geschütze Bereiche mit landwirtschaftlich nutzbaren Bereichen abwechseln. Seit Jahrhunderten ist dieses Grenzland zwischen Georgien und Aserbaidschan die Winterweide der tuschetischen Hirten mit ihren zehntausenden Schafen und den dazu gehörenden kaukasischen Hirtenhunden, vielen Pferden und Eseln. Eine typische Herde besteht aus 1200 – 1600 Schafen, 6- 12 Hunden, etwa 10 Pferden, einigen Eseln und 5-6 Hirten. Sie kommen Ende Oktober aus den Bergen des Kaukasus um in den milderen Gebieten hier in Vashlovani zu überwintern, wo es ausreichend gute Gräser gibt, um die Schafe im Winter zu ernähren. Die Mutterschafe bringen hier ab Ende Januar bis Ende März Ihre 1-2 Lämmer zur Welt. Traditionell verlassen die Hirten Vashlovani wieder am 1.Mai um Ihre Sommerweiden in Tuschetien Ende Mai zu erreichen.

Als Reiter kommen Sie bezüglich freien Reitens ohne Zäune in einer ständig wechselnden unvergleichlichen Landschaft inmitten der Herden voll auf Ihre Kosten.


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Map

Entfernung: ca. 200 km von Tbilissi

Feste Reisetermine 2020:

23.02. – 28.02.2020 buchbar
22.03. – 27.03.2020 buchbar
29.03. – 03.04.2020 garantiert noch 6 Plätze frei
04.04. – 09.04.2020 garantiert noch 4 Plätze frei
03.05. – 08.05.2020 buchbar

Entfernung: ca. 200 km von Tbilissi/ Fahrzeit 4 Stunden
Reitzeit: 5-6 Stunden pro Tag, ideal zum Galoppieren
Reiterfahrung: Sie sollten mehrere Stunden im Gelände im Sattel bleiben können und in allen Gangarten sicher sein. Für Anfänger ist diese Reise nicht geeignet.
Tagesetappen: 14 – 35 km
Teilnehmerzahl: 3-8
Reiseleitung:  Englischsprachiger Guide
Reisepreis pro Person: EUR 1090,00

Info PDF herunterladen: Link

Reiseprogramm:

Gern reservieren wir Ihnen eine Übernachtung in Tbilissi und holen Sie vom Flughafen ab.

Tag 1

In die Steppen von Kasris Tskhali
9.00 Uhr
Fahrt ab Tbilissi nach Osten in die Weinregion Kachetien und via Dedoplistskaro nach Süden in die hügligen Landschaften der Schwarzerdeböden von Shiraki. In Sowjetzeiten wurde ausschließlich der Kreml in Moskau mit dem Mehl des Weizens aus dieser georgischen Region beliefert. Am letzten Dorf vor dem Nationalpark Eldari / Kasris Tskhali beginnen die Hügel höher zu werden und statt Ackerbau wird ab hier fast ausschließlich Weidewirtschaft betrieben. Nach einem leckeren Imbiss bei einer Bauernfamilie geht es zur Ranch des Tuschen Sosso, wo Sie Ihr tuschetisches Pferd erhalten. Am Nachmittag unternehmen Sie einen ersten langen Ritt in der Umgebung der Ranch. Dem Galopp sind keine Grenzen gesetzt. Übernachtung in einem lokalen Homestays. Tagesetappe: 15 km  Frühstück, Imbiss, Abendessen

Tag 2
Ritt entlang des Schwarzen Bergs zum Fluss Alasani
Nach dem Frühstück reiten Sie entlang der verstreuten Ranches und Farmen in Richtung „Shavi Mta“ Schwarzer Berg, der hier mit 854 Metern die höchste Erhebung in den Hügeln des Nationalparks ist und von dem man sehr schöne Aussichten auf die langestreckte Kette des Großen Kaukasus und weit bis nach Aserbaidschan hinein hat. Der Berg hebt sich von den anderen Hügeln durch seine dunkle Färbung ab und erhielt dadurch seinen Namen. Es gibt hier Standorte der seltenen und schönen kaukasischen Paenoie Paeonia tenuifolia ( https://goo.gl/e6snWU ), die im März und April blüht. Von hier reiten Sie hinunter in alte Wälder von Walnussbäumen, die „Kaklis Kure“ den Namen gaben. Hier bilden die Mäander des Flusses Alasani die Grenze zu Aserbaidschan. Im Fluss gibt es 16 Süßwasserfischarten unter anderen Zander, Barbe und Wels. In den riesigen Bäumen nisten Fischadler, Schwarzstorch und Silberreiher und im Schilf seltene Rohrdommeln. Übernachtung in Shavi Mta, Rangerstation Tagesetappe 28-30 km Frühstück, Imbiss, Abendessen

Tag 3
Ritt von Shavi Mta nach Mijinis Kure
Heute reiten Sie durch die faszinierendste Landschaft des Parks. Sie sieht aus wie eine gezackte Mondlandschaft mit erodierten Sandsteinfelsen überdeckt von duftenden Wacholder-  und Eibenwäldern. Der einzige Weg ist ein ausgetrockneter Flusslauf, der sich durch einen verwunschenen Märchenwald schlängelt. Nach wenigen Kilometern wächst plötzlich Schilf und es wird feuchter. Vor Ihnen öffnet sich die Landschaft und man fühlt sich in die Panoramen des Monument Valleys in Utah versetzt.  Hier, wieder am Alasani, befindet sich die Rangerstation Mijnis Kure. Sie wird von 2 Rangern bewirtschaftet, die ihren Aufgaben der Überwachung des Nationalparks nachgehen. In der Regel sind sie 2 Wochen hier und haben dann 2 Wochen zu Hause in Dedoplistkaro frei, wo Sie ihren eigenen Geschäften nachgehen können. In Mijnis Kure befinden sich 5 Bungalows des Nationalparks, in denen Sie übernachten werden. Übernachtung in Mijnis Kure. Tagesetappe 32 km Frühstück, Imbiss, Abendessen

Tag 4
Ritt Mijinis Kure – Buga Moidani
Heute reiten wir ab Mijnis Kure durch die südlichen Berge in Richtung Ranger Station Bugas Moedani.
Unterwegs besuchen wir ein Hirtencamp und können leckeres Schaschlik probieren und Bekanntschaft mit den vielen Tieren schließen.
Am Nachmittag lassen wir die Pferde ausruhen und können am späten Nachmittag auf Wunsch in dem weiten Gelände ein Pferderennen veranstalten, zu dem wir besondere ortstypische Preise spendieren. Übernachtung Buga Moidani in der Ranger Station Tagesetappe 20 km Frühstück, Imbiss, Abendessen

Tag 5
Buga Moedani –Samukhi-Ebene –  Vashlovana
Heute gibt es mit etwa 35 km  den längsten Ritt der Reise durch die Samukhi-Ebene entlang vieler Schäfer Camps. Wir verstehen hier im Grenzland zu Aserbaidschan, warum die Georgier im Abwehrkampf gegen die Römer, Perser, Mongolen, Tataren, Türken, Nordkaukasier und Russen auch ein sehr gutes Reitervolk geworden sind. Das Pferd ist dem Georgier Freund in Helfer in guten und schlechten Zeiten gewesen. Pferde gelten in Georgien als klüger als Hunde und werden hier aus Respekt nicht gegessen. Unterwegs gibt es Begnungen mit vielen Pferden, Schafen und anderen Tieren der Hirten. Die Vogelwelt der Steppe ist hier fasznierend. Sie können Schwärme der frechen Rosenstare sehen, Steppen- und Kaiseradler, Bienenfresser, Kappenammern, Blauracken, sowie Mönchsgeier, Gänsegeier und Schmutzgeier. Mit etwas Glück können wir auch die scheuen Gazellen beobachten, die vor etwa 10 Jahren als Geschenk von Aserbaidschan wieder in Vashlovani ausgewildert wurden. Übernachtung im Ranger Camp Vashlovana Tagesetappe 35 km Frühstück, Imbiss, Abendessen

Tag 6
Vashlovana – Tbilissi
Morgentlicher Ausritt zur Ranch des Tuschen Sosso., dann Transfer Vashlovana – Dedoplistskaro – Tbilissi. Ankunft gegen 17.00 Uhr. Freizeit in Tbilissi. Übernachtung in Tbilissi.
Tagesetappe 10 km Frühstück, Imbiss

Unsere Leistungen:
Reiseorganisation
Alle Transfers
5 Übernachtungen in einfachen Rangerhütten des Nationalparks
Reitpferde
Verpflegung lt. Programm
Täglich eine Wasserflasche pro Person zusätzlich zu den Mahlzeiten (0,5 Liter)
Englischsprachiger Guide, Pferdebetreuer, Gepäcktransport, 4×4

Reisepreis: 1090,00 EUR pro Person an/ab Tbilissi

Info PDF herunterladen: Link

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