Am Abano Pass
Am Abano Pass

Reisedauer: 7 Tage
Wir holen Sie am Tag 1 an Ihrem Hotel oder Gasthaus in Tbilissi um 09.00 Uhr ab und bringen Sie am Tag 7 gegen 18.00 Uhr zu Ihrem Hotel zurück.

Reittage: 5

Reisetermine 2019
16.06. – 22.06.2019  (5 Reittage) noch 1 freier Platz

07.07. – 13.07.2019 (5 Reittage) noch 1 freier Platz
10.08. – 16.08.2019 (5 Reittage) noch 8 freie Plätze
08.09. – 14.09.2019 (5 Reittage) noch 6 freie Plätze

oder individuell nach Vereinbarung

Reisetermine 2020
14.06. – 20.06.2020  (5 Reittage) noch 8 freie Plätze
05.07. – 11.07.2020 (5 Reittage) noch 8 freie Plätze
08.08. – 14.08.2020 (5 Reittage) noch 8 freie Plätze
06.09. – 12.09.2020 (5 Reittage) noch 8 freie Plätze

Tagesetappen: 14 – 20 km
Reiterfahrung: Sie sollten mehrere Stunden im bergigen Gelände im Sattel bleiben können und in allen Gangarten sicher sein. Für Anfänger ist diese Reise nicht geeignet.
Teilnehmerzahl: 3-8
Reiseleitung:  Englischsprachiger Guide
Reisepreis pro Person: EUR 995,00

Info PDF herunterladen: Link

Unterkünfte: Einfache und herzliche lokale tuschetische Familienhotels mit Vollpension, in der Regel, Frühstück, Imbiss und warmes Abendessen.

Gepäck: Das Gepäck kommt in Tuschetien auf Packpferde, oder wird mit einem Fahrzeug transportiert. Es eignen sich mittelgroße Rucksäcke oder Packsäcke aus Gummi, von denen wir eine begrenzte Anzahl zur Verfügung stellen können.

Höhen: Sie reiten auf einer Höhe von etwa 1900 – 2500 Metern. Auf der Fahrt überqueren Sie den Abanopass von 2926 Metern und am Tag 6 zu Pferd den Nakaicho-Pass von 2945 Metern.

Temperaturen: im Sommer herrschen in Tuschetien Temperaturen von 10 – 30 Grad Celsius

Die Pferde: Es sind ruhige, liebe, sehr trittsichere Tiere, die auf Wunsch aber auch schnell galoppieren können. Widerristhöhe 135-155 cm. Sättel in der Art von Wanderreitsätteln und Zaumzeug sind in gutem Zustand. Wasserdichte Packsäcke sind vorhanden.

Gewicht: Ihr Reitergewicht sollte 90 kg nicht übersteigen.

Schuhwerk: Da die Pferde auf steilen Abschnitten hin und wieder auch geführt werden müssen, benötigen Sie Trecking- oder Wanderschuhe. Reitstiefel sind möglichweise ungeeignet.

Packliste

Reiten in Tuschetien

Über die tuschetischen Pferde

Die tuschetischen Pferde sind eine uralte georgische Pferderasse mit folgenden Merkmalen: 135 – 155 cm Widerrist. Kleiner trockener Kopf, kurzer Hals, weite Brust. Leicht, wendig, klug, mutig, vorsichtig, gutes Gleichgewichtsgefühl, sehr gehorsam. Eng beieinander stehende aufmerksame Ohren. Kleine dunkle schmale Hufe. Überwiegend kastanienbraune, grauschimmel und schwarze Farbgebung. Im Sommer weiden die Pferde in Gruppen von 10-30 Exemplaren frei in den Bergen. Im Herbst ziehen sie mit den Hirten in die Steppengebiete 250 km südlich an die Grenze zu Aserbaidschan. Die Pferde können dicht beeinander auf engem Raum und schwindelerregenden Pfaden laufen sowie bergauf und bergab sehr gut galoppieren.

Weitere schöne Fotos von den rassigen tuschetischen Pferden sehen Sie in diesem Artikel:

https://www.georgianjournal.ge/discover-georgia/34551-horce-race-festival-of-tusheti-region-captured-by-polish-photographer.html

Reiseprogramm

Tag 1  Tbilissi – Abano-Pass – Omalo
9.00 Uhr Fahrt ab Tbilissi über den Gomboripass in die Weinregion Kachetien mit kurzem Stopp am Basar von Telawi. Weiterfahrt über Alawerdi und Pshaweli auf die abenteuerliche Passstraße zum Abanopass und im Verlauf weiter nach Omalo, in das Hauptdorf Tuschetiens, wo Sie in einem netten lokalen Familienhotel übernachten. Reisedauer 9.00 bis 17.00 Uhr mit vielen kleinen Pausen und Stopps unterwegs. Strecke von Tbilissi nach Omalo etwa 200 km

Auf der Passstraße am Abano-Pass in Tuschetien

Tag 2 Omalo- Shenako- Diklo
Am Morgen suchen Sie sich das Pferd aus, das am besten zu Ihnen passt. Sie können verschiedene Pferde ausprobieren und testen. Der heutige Ritt dient dem Kennenlernen der Pferde und ist als Einstieg noch nicht sehr lang. Dafür gibt bei Shenako schöne Galoppstrecken entlang der Wiesen und Weiden der tuschetischen Vierbeiner. In Shenako sehen Sie eine der wenigen christlichen Kirchen, im sonst recht heidnischen Tuschetien, die in naher Entfernung auf einen heidnischen Tempel (Chati) mit Tiergeweihen schaut. In Diklo haben die Häuser die schönen typischen Holzbalkone, die im 19.Jahrhundert Mode wurden, als man nach der Festnahme des nordkaukasischen Freiheitskämpfers Schamil nicht mehr so sehr auf die Verteidigungsfunktionen der Wohnhäuser achten musste. Nach dem Imbiss geht der Ritt durch die Wälder zur Festung Alt Diklo, die schwer einnehmbar hoch auf einem Felsen direkt an der Grenze zu Russland steht und atemberaubende Aussichten bietet- links nach Tschetschenien und rechts nach Dagestan. Streckenlänge 12 km. Übernachtung Gasthaus in Diklo.

 Tag 3 Diklo – Chigo – Dartlo
Wunderschöner Tagesritt von Diklo via Chigo nach Dartlo. Bei Chigo gibt es viele große Schafherden mit den riesigen Schäferhunden. Die Pferde lassen sich von den bellenden Hunden nicht im geringsten aus der Ruhe bringen. Hinter Chigo statten Sie den Schäfern einen Besuch ab und bekommen einige Einblicke in ihr hartes Leben.
Dartlo ist ein berühmtes und großes Tuschendorf mit vielen Festungen und Wehrtürmen, das seit 2010 mit Mitteln der Weltbank restauriert wird. Traditionell waren die ärgsten Feinde der Tuschen von Dartlo das Volk der Dido (Tsez) in den nördlichen Bergen. Gegenseitig überfiel man sich regelmäßig und stahl Vieh, Frauen und ließ Gefangene als Arbeitssklaven arbeiten. Vor diesen Überfällen schützten die traditionellen tuschetischen Wehrtürme, aus deren Schießscharten man sich gut verteidigen konnte und die über Tage oder Wochen sicheren Schutz für die Familien und zum Teil für das Vieh boten. Die höchsten und berühmtesten Wehrtürme Tuschetiens stehen in Dartlo und Parsma. Bis in die 1930er Jahren hingen als Trophäen an den Wehrtürmen die rechten Hände/Arme der getöten Feinde zur Abschreckung an die Dido. Streckenlänge 16 km Übernachtung Familienhotel in Dartlo.

Tag 4   Dartlo- Kvavlo- Dano- Chesho
Zuerst reiten Sie hoch nach Kvavlo in das unzugängliche Sommerdorf, wo man sich in den Sommermonaten bei den häufigen Überfällen besser verteidigen konnte, als unten in Dartlo. Hier können Sie unglaubliche Aussichten auf die umliegenden schroffen Berge und Schluchten genießen. Der Ritt geht nun hinüber auf die andere Seite in das benachbarte Dorf Dano, das für die Wildheit der hiesigen Tuschen bekannt war. Auch die berühmte tuschetische Volkssängerin Lela Tataraidze ist aus Dano. Hören Sie hier ein Lied von Lela Tataraidze:

Von Dano aus geht es hinunter in das Dorf Chesho, wo Sie auf Wiesen galoppieren können, aber auch mehrmals kleinere Flüsse zu Pferd durchqueren werden. Rast in Chesho, das wunderschön in der Biegung des Flusses Pirikiti Alazani gelegen ist. Ritt über 5 km nach Parsma, ein mächtiges und berühmtes Tuschendorf, wohin bis heute kein Autoweg führt. An den alten Wehrtürmen kann man in Stein geritzte Buchstaben in arabischer Schrift sowie Petroglyphen aus vorchristlichen Zeiten erkennen (Sonnenräder, Mann und Frau schematisch). Hier spürt man ansatzweise die Bedeutung des Spruches “Es war einmal, vor langen, uralten Zeiten… “ . Übernachtung bei Parsma in der Miniortschaft Basso, die aus 2 Häusern und einem Wehrturm besteht. Streckenlänge 17 km.

Tag 5  Parsma – Nakaicho-Pass – Jvarboseli – Koklata
Dieser Reittag führt von Parsma über eine Brücke über den reißenden Fluß auf den hoch gelegenen Nakaicho-Pass (2950 Meter), der Gometsari- und Pirikiti- Tuschetien miteinander verbindet. Die Natur hier ist ganz anders, es gibt viel Wald, wenig Menschen und das Tal am Tuscheti Alasani ist sehr ruhig und fast verlassen. Man kann jagende Falken beobachten und mit etwas Glück die riesigen Lämmergeier. Im Winter ist dieses Tal komplett verlassen und nur die Bären halten hier ihren Winterschlaf. Es soll sogar noch Leoparden in diesen abgelegenen Bergen geben. Streckenlänge 15 km. Übernachtung in Jvarboseli.

Tag 6 Jvarboseli – Bochorna – Omalo
Ritt nach Bochorna, das das höchstgelegene ganzjährig bewohnte Dorf Georgiens auf 2345 Metern  ist. Hier lebt der alte Hausarzt Irakli, der im Winter im Notfall nach Omalo läuft, um dort Erkrankungen zu behandeln. Bei schweren Fällen wird ein Hubschrauber aus Tbilissi per Funk gerufen. In Alt Omalo können Sie einen rekonstruierten tuschetischen Wohnturm besichtigen. Am Nachmittag müssen Sie sich von den Pferden verabschieden, die Sie sicher sehr lieb gewonnen haben. Streckenlänge 15 km. Übernachtung in Omalo

Tag 7  Omalo – Tbilissi
Rückfahrt über den Abanopass. Auf Wunsch Bad in der heißen mineralischen Heilquelle von Abano. Man soll nicht länger als 30 Minuten im Wasser bleiben, da das Wasser den Organismus erfrischt und gleichzeitig ermüdet. Eine Weinverkostung bei einem jungen kachetischen Kellermeister, der schon viele Preise gewonnen hat, rundet Ihre Reise ab. Rückkehr über Kachetien nach Tbilissi gegen 18.00 Uhr. Strecke von Omalo nach Tbilissi etwa 200 km

(Die Übernachtungsorte an den einzelnen Tagen können sich auch kurzfristig ändern.)

Unsere Leistungen

Reiseorganisation
Alle Transfers
Englischsprachige Reiseleitung
Ruhige tuschetische Reitpferde mit guten bequemen Sätteln und Zaumzeug
5 Reittage laut Programm mit geringfügigen Änderungen nach gemeinsamer Absprache
6 Übernachtungen in lokalen Familienhotels mit Vollpension in der Regel Frühstück, Imbiss und warmes Abendessen
Gern senden wir Ihnen eine Packliste für Ihr Gepäck zu

Reisepreis pro Person: EUR 995,00

Mindestteilnehmerzahl: 3 Personen

Unverbindliche Reservierungsanfrage:

Ihr Name (Pflichtfeld)

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Ihre Telefonnummer (optional)

Betreff (optional)

Anzahl der Personen

Gewünschter Reisestermin

Ihre Nachricht

Was unsere Gäste sagen:

Hallo Herr Buhr,

inzwischen sind wir mit vielen tollen Eindrücken aus einem faszinierenden Land zurück. Ganz herzlichen Dank noch einmal an Sie und Ihr Team für die perfekte Organisation der Reise, alles hat total zuverlässig wie geplant geklappt. Besonders hervorzuheben ist die super nette und sehr umsichtige Begleitung der Reittour. Toll war, dass beide Begleiter auch aus Tusheti stammen, viele Menschen vor Ort kannten und viel über die Region und Kultur erzählen konnten. Auf jeden Fall werden wir Sie und Ihr Unternehmen in Deutschland unbedingt weiterempfehlen. Beste Grüße aus Hamburg, Kerstin K. und Dirk W.